Mikao
Usui
Es ranken viele Geschichten um REIKI und Dr. Mikao Usui.
Viele haben zu dem Bekanntwerden der neuen Informationen
aus Japan beigetragen, allen voran Frank Arjava Petter
und Mr.Hiroshi Doi, der ausgebildet bei der Usui REIKI
Ryoho Gakkai diese REIKI-Tradition nun auch im Westen
lehrt sowie Andrew Bowling (REIKI History) aus England
für seine Geschichte des REIKI und William Rand
für "Discovering the Roots of REIKI".
Weitere Traditionen der buddhistischen REIKI-Praxis
sind Buddho-EnerSense und MenChhos Rei-Kei. Sie bauen
auf einer Linie von Usui's Schüler Hayashi bzw.
auf Texten aus dem Nachlass Usui's auf.
Mikao Usui wurde am 15. August 1865
im Bezirk Yamagata in Japan geboren. Er hatte mit seiner
Ehefrau Sadako einen Sohn und eine Tochter. Beruflich
hatte er ein bewegtes Leben. Er war tätig im Staatsdienst,
als Geschäftsmann, Reporter, Sekretär eines
Politikers, Missionar und auch als Bewährungshelfer.
Als Privatsekretär des Politikers Shimpei Goto
schien Mikao Usui gute Verbindungen zu den oberen Schichten
gehabt zu haben. Esoterik und Spiritualität waren
von großer Bedeutung für ihn, und er studierte
Qi Gong, chinesische Medizin, Kampfkünste und Tendai
Zen Buddhismus. Desweiteren galt sein Interesse der
Medizin, der Psychologie, dem Wahrsagen und den spirituellen
Pfaden. Einige Stimmen behaupten, er hätte China
und den Westen bereist, um zu lernen. Es ist aber auch
möglich, daß er seine Kenntnisse in den Tempeln
und zahlreichen Bibliotheken der ehemaligen Kaiserstadt
Kyoto gefunden hat.
Mit seinem Leben war Usui nicht besonders
zufrieden und fragte seinen spirituellen Lehrer um Rat.
Dies führte dazu, daß er in ein Retreat ging,
d.h. sich in Exerzitien begab und "shyu gyo"
praktizierte. Dies bedeutet 21 Tage des Fastens und
der Meditation. Eine buddhistischePraxis, die sehr viel
Disziplin und aufrichtiges Bemühen verlangte. Die
Umgebung war ein Wasserfall auf dem Berg Kurama nördlich
von Kyoto. Am Morgen des 21. Tages dieses Retreats kam
unerwarteterweise das Licht zu ihm herab. Usui erkannte
und verwirklichte seine Erfahrungen in der REIKI-Heilungsmethode.
Keiner von uns weiß, welche Empfindungen er bei
dieser Erfahrung machte. Jedenfalls hatte er zu sich
selbst gefunden Die ist ein geistiger Bewußtseinszustand,
welcher auch "Anshin Ritsumei" genannt wird.
Übersetzt bedeutet er folgendes: der eigeneGeist
ist vollkommen in Frieden, es ist klar, was zu tun ist,
nichts kann dieinnere Ruhe und Klarheit mehr stören.
Diese Erleuchtung auch Satori muß
in den Jahren 1914 bis 1922 stattgefunden haben. Die
neue Heilungsmethode wurde zunächst innerhalb der
Familien erprobt und überprüft. Aufgrund der
positiven Ergebnissen, sprich Heilerfolgen entschied
Usui, diese Ryoho bzw. Heilweise, allen Menschen frei
zugänglich zu machen. Dies ist nachzulesen im UsuiREIKI
Hikkei, dem Handbuch, das Usui für seine Schüler
verfaßt hatte. Einige Jahre hat Usui im Armenviertel
von Kyoto mit REIKI gearbeitet.
Aufbauend auf seinen zahlreichen Studien
des traditionellen Shintoismus und des Mikkyo-Buddhismus
(Shingon) entwickelte Mikao Usui die Technik der Einweihung
in REIKI, eine Energie-Übertragung. Sie wird auch
Reiju genannt. Ebenso entwickelte er die Technik Hatsurei-ho.
Dies ist eine Technik zur Reinigung von Körper
und Geist und zur Einstimmung auf REIKI. Diese beiden
Elemente wurden für Mikao Usui die wichtigsten
Grundlagen seiner REIKI-Praxis und REIKI-Lehren.
1922 zog Mikao Usui nach Tokio. Aufgrund
der positiven Erfahrungen mit REIKI, gründete er
dort seine erste Klinik. So entstand die Usui REIKI
Ryoho Gakkai, eine Gesellschaft zur Verbreitung der
REIKI-Heilweise.
Das Interesse an REIKI war sehr groß.
Die Menschen mussten sogar vor seinem Haus Schlange
stehen, um eine Behandlung von Usui oder seinen Mitarbeitern
zu erhalten. Aufgrund der positiven Erfolge wurde Mikao
Usui in kurzer Zeit in ganz Japan bekannt. Die REIKI-Behandlungen
waren für alle zugänglich, was bedeutete,
daß sie nicht teuer waren, wenn überhaupt
ein Entgelt dafür verlangt wurde. Über 1000
Menschen hat Mikao Usui in den letzten Jahren seiner
Lebenszeit in dieser Heilweise unterrichtet und eingeweiht.
Insgesamt erhielten 17 seiner Schüler die höchste
Stufe, den 3. oder Geheimen Grad.
Die Ausbildung in REIKI war in drei
Grade unterteilt, der erste heißt Shoden, der
zweite Okuden und der dritte Shinpiden. Den zweiten
und schon gar den höchsten dritten REIKI-Grad erhielten
Schüler erst nach einer langjährigen Zusammenarbeit
mit Usui. ,mit ihrem ehrwürdigen Lehrer Usui. Auch
mußte der Schülerseine Sensibilität,
im Energiekörper diagnostizieren zu können(Byosen
und Reiji Ho), unter Beweis stellen, um weitere Ermächtigungen
zu erhalten. Der Titel Sensei, ehrwürdiger Lehrer,
wird dem Lehrer aus Respekt für seine Integrität
und Befähigung von den Schülern verliehen.
In Usui's Handbuch, dem Usui REIKI Hikkei, wurden bestimmte
Handpositionen für die verschiedensten Krankheiten
gelehrt. Aber auch auf die spirituelle Seite, die Pflege
der inneren Qualitäten, legte er großen Wert.
Eine kostenlose und sehr gute englische Übersetzung
von Usui's REIKI Hikkei ist im Internet zu erhalten.
Der Übersetzer wünscht die kostenlose Verbreitung
und so gibt es die Möglichkeit diese Übersetzung
auch von dieser Site als PDF-Datei herunterzuladen.
Usui´s REIKI Hikkei als PDF-Datei
Die
REIKI-Lebensregeln oder auch REIKI-Ideale, die den fünf
Prinzipien des Meiji-Kaisers entsprachen, dienten der
Orientierung und klaren Ausrichtung für die REIKI-Praxis.
Die erste Stufe des REIKI, der Shoden
war offen für jeden Schüler. Die höheren
Grade und Ermächtigungen, Okuden und Shinpiden,
wurden erst dann von Mikao Usui gewährt, wenn der
Schüler die erforderlichen Fähigkeiten und
charakterlichen Qualitäten unter Beweis gestellt
hatte. Eine jahrelange Zusammenarbeit und Mitarbeit
war Voraussetzung. Das Reiju, die Einstimmung in REIKI,
wie auch das Hatsurei Ho wurden regelmäßig
praktiziert. Auch heutzutage kann es bis zu zehn Jahre
dauern, bis ein Schüler in der Usui REIKI Ryoho
Gakkai die zweite Stufe, Okuden, erlernen darf.
Der Name REIKI setzt sich aus zwei
Kanjis, japanischen Schriftzeichen, zusammen: Rei und
Ki. Rei ist die spirituelle Heilung, verbunden mit spirituellem
Wachstum. Ki ist die Energie, die Kraft zum Heilen von
Geist und Körper.
Eine wörtlichere Übersetzung
der beiden Kanjis lautet: - Rei: vom Himmel herab kommt
der Regen mit lebensspendender Energie, die sich aus
drei Teilen zusammensetzt, aus Licht, Liebe und Weisheit.
- Ki: auf der Erde steht ein Schamane mit seinen Armen
zum Himmel emporgestreckt.
Es ist auch möglich, daß
Usui von seinen Studien des Zen-Buddhismus, wie auch
aus dem Tendai- und dem Shingon-Buddhismus inspiriert
wurde. Er kannte andere japanische Formen der Lichtarbeit
und war ein Mitglied in der "Rei Jyutsu Ka"gewesen,
die ihren Sitz am Fuße des Berges Kurama hatte.
Im Jahre 1923 gab es in Japan ein großes,
verheerendes Erdbeben, das Kanto-Erdbeben, in dem über
100.000 Menschen ihr Leben verloren. Mikao Usui half
den Opfern ihre Leiden mit REIKI zu lindern und zu heilen.
Zu diesem Zweck verlegte er seine Klinik extra in das
Gebiet des Erdbebens. Dies zeigt, daß Usui Sensei
ein Mensch von "Großem Geist" gewesen
sein, der in selbstloser Art undWeise Bodhicitta, liebevolle
Hinwendung wirklich praktizierte.
Im
Jahre 1926 erlag der Sensei einem Gehirnschlag. Sein
Grab befindet sich beim Saihoji-Tempel in Tokio. Direkt
neben dem Grab steht ein Stein mit einer Inschrift,
die über sein Leben und Wirken berichtet. Die Entdeckung
dieser Inschrift, das Auffinden der Tokioer REIKI-Gakkai
sowie zwei japanische Bücher zum Thema REIKI machten
es Ende des 20.Jahrhunderts möglich, mehr stimmige
Informationen zu der Entstehungsgeschichte von REIKI
aufzudecken. Und somit auch zum Leben ihres Begründers
Mikao Usui. Die vorher genannten japanischen REIKI-Bücher
sind das "Iyashi No Te" von Toshitaka Mochizuki
(erschienen 1995) und das "Iyashi No Gendai REIKIho"
von Hiroshi Doi. Das Buch von Hiroshi Doi ist in die
englische Sprache übersetzt worden und erhältlich.
Ebenfalls sind weitere Überlieferungen von anderen
japanischen REIKI-Lehrern, die zwar nicht der Gakkai
angehören, sich aber dennoch auf Mikao Usui oder
Chujiro Hayashi zurückführen lassen.
Viele Personen haben zu dem Bekanntwerden
der neuen Informationen aus Japan beigetragen. Allen
voran war es Frank Arjava Petter (Das REIKI Feuer und
das Erbe des Dr.Usui und Das Original REIKI Handbuch)
und Mr.Hiroshi Doi, der ausgebildet bei der Usui REIKI
Ryoho Gakkai diese REIKI-Tradition nun auch im Westen
lehrt. Dank gebürt auch Andrew Bowling (REIKI History)
aus England für seine Geschichte des REIKI und
William Rand für "Discovering the Roots of
REIKI". Weitere Traditionen der buddhistischen
REIKI-Praxis sind Buddho-EnerSense und MenChhos Rei-Kei.
Sie bauen auf einer Linie von Usui's Schüler Hayashi
bzw. auf Texten aus dem Nachlass Usui's auf. Durch Dr.
Chujiro Hayashi und Frau Hawayo Takata fand REIKI die
Verbreitung im Westen.
Dr.
Chujiro Hayashi war einer der 17 Schüler von Usui
gewesen, die in den höchsten Grad, in Shinpiden,
unterwiesen wurden. Im Jahre 1925 lernte er REIKI von
Mikao Usui und führte später eine kleine REIKI-Klinik
in Tokio. Er schrieb ein eigenes Handbuch, welches den
Behandlungspositionen dem Usui REIKI Hikkei sehr ähnlich
war. Aus welchem Grund auch immer ist er späteri
seine eigenen Wege gegangen und war auch nicht mehr
Mitglied der Usui REIKI Ryoho Gakkai.. Bis zu seinem
Tode im Jahre 1941 hatte er 17 Schüler in den Meister-Grad
eingeweiht.
Eine
seiner Schülerinnen war Frau Hawayo Takata, die
1938 den Meister-Grad bei ihm absolvierte. Hawayo Takata
kam am 24.Dezember des Jahres 1900 als Tochter japanischer
Immigranten in Hawaii zur Welt. Das Leben auf der Zuckerrohrplantage
war hart und sie erkrankte. Als Frau Takata aus familiären
Gründen Mitte der dreißiger Jahre sich in
Tokio aufhielt und aufgrund eines Tumors, Gallensteine
und einer Blinddarmentzündung operiert werden mußte,
brach Sie selbst auf dem Operationstisch die Operation
ab, als eine innere Stimme ihr eindrücklich sagte,
daß diese nicht notwendig sei. Sie erkundigte
sich nach anderen Möglichkeiten und erfuhr auf
diesem Wege von Hayashi's REIKI-Klinik, die sich direkt
gegenüber dem Krankenhaus befand. Anstatt der Operation
erhielt sie tägliche REIKI-Behandlungen, die sie
innerhalb von 4 Monaten vollständig heilten. Aufgrund
dieser Erfahrung war sie von REIKI überzeugt und
wollte es selbst erlernen. Hayashi erfüllte ihr
den Wunsch im Frühjahr 1936 als sie den ersten
Grad erhielt. Sie arbeitete ein Jahr lang in der REIKI-Klinik
und erhielt zum Abschluß den zweiten Grad.
Im Jahre 1937 kehrte sie zurück
nach Hawai und begann dort mit ihrer REIKI-Arbeit. Im
Winter des Jahres 1938 wurde sie von Hayashi in den
Meistergrad eingeweiht. Die politische Situation in
dieser Zeit war brisant, da die USA und Japan Kriegsgegner
waren. Dies mag der Grund gewesen sein, daß Frau
Takata aus Mikao Usui einen christlichen Theologen machte.
Bis zu ihrem Tod im Jahre 1980 hat
Frau Takata insgesamt 22 REIKI-Meister eingeweiht. Unter
ihnen befandens sich Barbara Ray, die die A.I.R.A.,
später dann Radiance gründete, sowie ihre
Enkelin Phyllis Lei Furumoto, welche die REIKI Alliance
gründete. Über ein lange Zeitspanne waren
diese beiden Organisationen führend in der Verbreitung
von REIKI in Europa. Erst in den 90er Jahren wurde es
möglich, sich auch als Freier REIKI-Meister der
Vermittlung von REIKI zu widmen. Endlich wurde damit
das hohe Preisniveau abgeschafft und REIKI einer noch
größeren Anzahl von Menschen zugänglich
gemacht. Der Versuch von Phyllis Furumoto, die Namen
REIKI und Usui REIKI Shiki Ryoho weltweit für sich
patentieren zu lassen, ist glücklicherweise fehlgeschlagen.
Zu Beginn des 21.Jahrhunderts finden wir eine Rückbesinnung
auf die Ursprünge des REIKI.
Die Nachforschungen haben ergeben,
daß die Geschichte des REIKI, wie sie von Frau
Takata, ihren Schülerinnen Phyllis Furomoto (Alliance)
und Barbara Ray (A.I.R.A./Radiance), sowie von deren
Meister-SchülerInnen erzählt worden war und
somit eine große Verbreitung gefunden hatte, unrichtig
waren. Sie entpuppten sich als Märchen. Erst Ende
der 90er Jahre kam nach und nach die Wahrheit ans Licht.
Davon betroffen waren auch die REIKI-Praxis und die
Form der Einweihung. Über Jahrzehnte wurden im
Westen, in den USA und in Europa REIKI anders gelehrt
und praktiziert als in Japan.
Diese Wahrheiten verdanken wir Herrn
Hiroshi Doi von der Usui REIKI Ryoho Gakkai in Tokio
und einem in Japan lebenden westlichen REIKI-Meister,
Frank A. Petter. Sie und auch andere ermöglichten
den Zugang zu den Techniken, die die traditionelle japanische
Form des REIKI und Usui's Grundlagen der Arbeit mit
REIKI darstellen. Die Original-REIKI-Lebensregeln und
Usui's Handbuch Usui REIKI Hikkei sind mittlerweile
recht bekannt. Diese beiden Texte sind offensichtlich
unverändert und stellen somit Usui-Originale dar.

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